Behandlung der Osteoporose mit Denosumab
Abstract
Denosumab ist ein humaner monoklonaler Antikörper (IgG2), der mit hoher Affinität und Spezifität an den RANK-Liganden (RANKL) bindet, welcher seinerseits für die Bildung, die Funktion und das Überleben von Osteoklasten essentiell ist. Dadurch vermindert Denosumab die Knochenresorption und erhöht die Knochenmasse und -stärke sowohl im kortikalen als auch im trabekulären Knochen. Die Identifizierung des RANK-Liganden als essentielles Molekül für die Bildung, die Funktion und das Überleben der Osteoklasten hat die Entwicklung von Denosumab, dem ersten humanen monoklonalen Antikörper für die Behandlung der Osteoporose, ermöglicht. Durch seine Bindung an den RANK-Liganden bewirkt Denosumab eine rasche und vollständige Hemmung der Knochenresorption welche, im Unterschied zu den Bisphosphonaten, auch rasch reversibel ist. Im Vergleich zu Placebo reduzierte die subkutane Verabreichung von Denosumab alle sechs Monate bei postmenopausalen Frauen mit Osteoporose die Inzidenz der vertebralen, nicht-vertebralen und Hüftfrakturen nach drei Jahren signifikant. Die Weiterführung der Behandlung über insgesamt fünf Jahre führte zu einer kontinuierlichen Reduktion des Frakturrisikos sowie zueiner progressiven Zunahme der Knochendichte an Wirbelsäule und Schenkelhals. Denosumab verfügt über ein gutes Verträglichkeits- und Sicherheitsprofil insbesondere bezüglich der Nierenfunktion und des Infektionsrisikos, welches allgemein nicht erhöht war. Zudem ist Denosumab sowohl bei Männern mit Androgenentzug wegen eines Prostatakarzinoms wie auch bei Frauen unter Aromatase-Hemmer wegen eines Mammakarzinoms wirksam. Dementsprechend bietet Denosumab eine interessante neuartige Behandlungsmöglichkeit der Osteoporose, auch bei Patientinnen die zuvor mit Bisphosphonaten behandelt worden waren.
Denosumab is the first human monoclonal antibody for the treatment of osteoporosis. By inhibiting RANK Ligand, Denosumab prevents the development, activation and survival ofosteoclasts. The FREEDOM study reported a 68 % reduction of vertebral fractures, 20 % of non-vertebral fractures and 40 % of hip fractures after 3 years in post-menopausal women with osteoporosis receiving denosumab 60 mg sc every six months vs. placebo. Five years extension of thedenosumab group showed a further decrease in the rate of both vertebral and non-vertebral fractures, whereas BMD at spine and hip increased continuously. There was no increase in the rate of adverse events year after year, including of infections, cancer, atypical fractures, delayed fracture healing or ONJ. Clinical hypocalcemia was rare in the context of calcium and vitamin D supplementation. Pre-planned and post-hoc subgroup analyses have further shown the anti-fracture efficacy of denosumab in high-risk subgroups, such as older women and those with low T-scores and/or prevalent vertebral fractures. Denosumab withdrawal is accompanied by a transient rebound of bone turnover markers and a proportional BMD loss. Smaller randomized controlled studies have shown that denosumab further improves BMD after one year compared to alendronate.


