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Projekt FömaK – Förderung mathematischer Kompetenzen

Published Online:https://doi.org/10.1024/2235-0977/a000314

Zusammenfassung.Einleitung: An 16 österreichischen Grundschulen mit 292 Schülerinnen und Schülern wurde und wird pilotiert, wie Pädagoginnen und Pädagogen in einer ganzen Bildungsregion mathematische Kompetenzen bei Kindern erfassen, Risiko detektieren und Fördergruppen betreuen können. Über eine Homepage wurde Information zum Erhebungsstatus und zum begleitenden Fortbildungskonzept der Lehrkräfte transportiert. In der vorliegenden Arbeit wird der Pilotabschnitt zur Erhebung und Förderung in der 2. Klasse Grundschule beschrieben. Methode: Geprüft wurde in der vorliegenden Studie, (a) welche diagnostischen Wege – einzelne Stationen der Diagnostik, wie standardisierte Testung arithmetischen Faktenwissens, Einschätzungen durch Lehrkräfte, qualitative Rechenverfahren – in der Nominierung von Risikokindern Übereinstimmung erbringen und (b) welchen Effekt ein nachfolgendes Training unter Anleitung der Pädagoginnen aufweist. Ergebnis: Bei etwa ¾ der Stichprobe deckten sich die Einschätzungen der Pädagoginnen und Pädagogen mit einem normierten Speed-Test zur Erfassung basaler Rechenanwendungen, bei einem Viertel kam zur Klärung ein weiteres, informelles und prozessorientiertes Verfahren zum Einsatz. Die Effekte des nachfolgenden Trainings über 10 Wochen hinweg im Rahmen des schulischen Unterrichts waren heterogen: während in manchen Klassen statistisch bedeutsame Fortschritte gemacht wurden, fehlten diese in anderen. Einflüsse von Geschlecht der Kinder und dem Alter der Unterrichtenden waren nicht ausschlaggebend. Diskussion: Die Implementierung eines dreistufigen Diagnoseverfahrens zur Erhebung von Schwächen in der Rechenentwicklung wurde großflächig ausgeführt und positiv angenommen. Die Ergänzung der Lehrkräfte-Einschätzung durch einen normierten Speed-Test und auch der Einsatz eines informellen Rechenverfahrens beeinflussten die Bewertung er Rechenentwicklung einzelner Schüler und somit die Entscheidung für oder gegen eine spezifische Förderung. Diese zeigte geringe statistische Effekte, vorrangig erklärt durch eine zu geringe Förderfrequenz und zu geringes Fördermonitoring. Diese Informationen werden für die Planung weiterführender Interventionen verwertet.


FömaK – A Pilot-Study for Enhancement of Mathematical Competences

Abstract.Introduction: At 16 Austrian primary schools with 292 pupils, a pilot project has been and is being carried out to show how teachers in an entire educational region can record mathematical competences in children, detect risk and supervise support groups. Information on the survey status and the accompanying further training concept for teachers was transported via a homepage. In the present study the pilot section for the survey and support in the 2nd grade primary school is described. Methods: This study examined (a) which diagnostic methods – individual stages of diagnostics, standardized testing of arithmetic factual knowledge, assessments by teachers, qualitative calculation methods – yield agreement in the nomination of children at risk and (b) which effect a subsequent training under the guidance of the teachers has. Result: In about ¾ of the sample, the teachers' assessments were consistent with a standardized speed test for basic arithmetic applications, in one quarter of the cases a further, informal and process-oriented procedure was used for clarification. The effects of the subsequent training over 10 weeks in the context of school lessons were heterogeneous: while statistically significant progress was made in some classes, it was lacking in others. Influences of the gender of the children and the age of the teachers were not decisive. Discussion: The implementation of a three-step diagnostic procedure to identify weaknesses in numeracy development was widely implemented and positively received. The addition of a standardized speed test to the teacher's assessment and the use of an informal numeracy procedure influenced the assessment of the numeracy development of individual pupils and thus the decision for or against specific support. This showed little statistical effects, mainly explained by a too low frequency of support and too little support monitoring. This information is used for the planning of further interventions.

Literatur